Mauritius nutzt jetzt Sonnenenergie

Tauber-Solar betreibt zusammen mit mauritischem Partner Sarako den ersten Solarpark von Mauritius

In Rekordzeit von nur einem Jahr nach Planung und Bau wird vom Tauberbischofsheimer Solarunternehmen Tauber-Solar zusammen  mit dem mauritianischem Partner Sarako der erste Solarpark auf Mauritius in Betrieb genommen. Gebaut hat die PV-Anlage die Conecon Gruppe mit Haupsitz in Aschaffenburg und Tochterunternehmen unter anderem in Spanien, Italien und Rumänien.  Auf einer Fläche von rund 18 Hektar  wurden 60.800 Solarmodule in einem höchst anspruchsvollen Gelände in der Rekordzeit von 5 Monaten verbaut.

In steiler Hanglage und auf vulkanischem Untergrund waren 22.000 Löcher für die Unterkonstruktion zu bohren  und mit Drymix zu stabilisieren. Mauritius liegt in einem Zyklonengebiet. Während der Sommermonate können Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 km/h auftreten, dies wurde bei der Planung und Bauausführung entsprechend berücksichtigt. Für  den Bau der Anlage, mit einer Spitzenleistung von 15,20 MWp,  kamen 17 Wechselrichter und Transformatoren der Firma ABB zum Einsatz. Aufgrund der Größe der Anlage musste für den Solarpark ein eigenes Umspannwerk errichtet werden, von dem aus die produzierten Kilowattstunden (kWh) über eine 4,5 km lange Hochspannungsfreileitung direkt in das mauritianische 66 Kilovolt  Hochspannungsnetz des lokalen Netzbetreibers eingespeist werden. Bei der Planung und Auswahl der Komponenten wurden die regionalen Besonderheiten wie die Lage im Indischen Ozean und des sehr kleinen Stromnetzes berücksichtigt. Die Anlage wird im Jahr ca. 24 Gigawattstunden (GWh) Strom produzieren und 15.000 Tonnen Co² einsparen. Die erzeugte Strommenge entspricht ca. 1% des jährlichen Stromverbrauchs der Hauptinsel Mauritius. Das Monitoring und die Steuerung des Parks erfolgt sowohl durch das Servicezentrum des Tauberbischofsheimer Unternehmen Tauber-Solar (ein weiteres Unternehmen der Tauber-Solar Gruppe), als auch durch einheimische Mitarbeiter vor Ort mit der Software eines renommierten deutschen Herstellers. Das Sicherheitssystem funktioniert mit Thermalkameras. Zu Spitzenzeiten waren   bis zu 160 Mitarbeiter der Conecon Gruppe vor Ort. Tauber-Solar, Sarako und Conecon haben durch die erfolgreiche, enge Zusammenarbeit eine Partnerschaft geschlossen mit der Absicht in dieser Region noch weitere Projekte (zum Wohle) der regenerativen Energiegewinnung zu realisieren.

Die Unternehmen setzen verstärkt auf ausländische Projekte, vor allem in Ländern, die mit der Sonne eine günstigere und autarke Energieversorgung erzielen können. Das hier zu Lande gewonnene Wissen zur Solarstromerzeugung wird somit im Ausland weiter entwickelt und vertrieben. Gleichzeitig bedauern die Unternehmen die gesellschaftlich-politische Entwicklung und Stimmung im eigenen Land in der die Solarenergie als vermeintlicher Hauptverursacher für steigende Strompreise  dargestellt wird. Die Unternehmen erklären daher unermüdlich, dass gerade der Solarstrom im Vergleich zu allen anderen Energielieferanten nach wie vor die kostenniedrigste und umweltfreundlichste Energiegewinnung ist. Aus Sicht der Solarbetreiber müsste der Strompreis gerade für die Verbraucher wesentlich niedriger sein, da  die Erneuerbaren Energien den Preis an der Strombörse erheblich senken. Dies müsse an die Verbraucher weiter gegeben werden, so die Unternehmen.

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