Die MAIN-POST Würzburg berichtet über "Ein Dach für die Wissenschaft"

MAIN-POST, Ausgabe Landkreis Würzburg, Seite 26:

„Nimm Solarzellen, spare Geld, rette die Eisbären und die Welt“.

Diesen Gewinnerspruch eines Schüler-Sonnenspruchwettbewerbs nahmen die Estenfelder wörtlich und ließen von der Tauber Solar Energietechnik GmbH auf der Schulturnhalle eine Solaranlage errichten. Bevor diese nun im Beisein der beiden Schirmpersonen Anja Weisgerber, MdEP, und Hans-Josef Fell, MdB, offiziell übergeben werden konnte, waren intensive Bemühungen notwendig, so Bürgermeister Michael Weber, der die Gäste an der Schule begrüßte.

650.000 Dachanlagen gibt es inzwischen bundesweit, berichtete Leonhard Haaf, geschäftsführender Gesellschafter der Tauber-Solar GmbH.  
TAUBER-SOLAR hat eine vom Universitätsbund Würzburg unterstützte Initiative ins Leben gerufen, die sich „Ein Dach für die Wissenschaft“ nennt. 
Ihr Ziel ist es, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Um dieses Ziel zu erreichen, werden auf ungenutzten Dachflächen Anlagen zur Stromerzeugung installiert. Für die Bereitstellung erhält der Eigentümer des Daches eine feste Miete, von der ein Teil an die Forschungsstelle Umweltenergierecht der Universität Würzburg fließt. Dort werden rechtliche Fragen untersucht, „die mit einer den Anforderungen der Nachhaltigkeit genügenden Energieversorgung“ in Zusammenhang stehen, wie die Informationsbroschüre aufzeigt.

Anja Weisgerber, MdEP, nennt die Photovoltaikenergie eine unverzichtbare Komponente des modernen Energiemixes. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Die Sonnenenergie ist unbegrenzt verfügbar, flexibel einsetzbar, klimaschonend, und reduziert die Treibhausemissionen. Sie schafft Arbeitsplätze, erspart Brennstoffimporte und reduziert dadurch die energiepolitische Abhängigkeit. Kleine Anlagen haben großen Anlagen gegenüber zudem den Vorteil, dass sie den Ausfall einzelner Anlagen besser abfedern als bei wenigen Großanlagen. Diese Vorteile führten zur Verabschiedung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG), das nun auf Vorschlag des EU-Kommissars für Energie, Günther Oettinger, europaweit umgesetzt werden soll. 
Auch Hans-Josef Fell, MdB, betont die Wichtigkeit der rechtlichen Seite. Um von fossilen und Atomenergien weg zu kommen, müssen die Gesetze dementsprechend gestaltet werden. Die Umstellung auf erneuerbare Energien ist schon heute finanziell und technisch möglich und könnte bis 2030 abgeschlossen sein. Um dies zu bewerkstelligen, müsste man erst die Blockaden in den Köpfen der Menschen beseitigen, so Fell.

Die Gemeinde Estenfeld hat diese Blockade beseitigt. 118 Hochleistungsmodule der Firma SunPower erzeugen künftig rund 26.000 kwh Strom. Damit könnte man 7 Vier-Personen-Haushalte ein ganzes Jahr lang versorgen. Auch die Schüler der Kürnachtalschule, auf deren Schuldach die Anlage errichtet wurde, beschäftigten sich im Rahmen des Comenius-Projektes, an dem die Schule teilnimmt, intensiv mit dem Thema. Nur aus Pappe und Alufolie bauten sie einen Solarofen. Darin wurde Wasser von 20 Grad auf 68 Grad erwärmt, Eier gekocht und Brötchen gebacken. Zudem musste ein Eisblock so gut wie möglich isoliert werden. Die Solaranlage war auch ein ständiges Thema im Unterricht, wie Rektor Norbert Handick erklärte.

Der Höhepunkt der Zusammenkunft war die Enthüllung und offizielle Übergabe der Solaranlage und der Anzeigentafel an der Außenwand der Schule. Die Tafel zeigt an, wie viel Leistung die Anlage aktuell erbringt und wie hoch der Tages- und der Gesamtertrag sind. Eine weitere Tafel liefert  zusätzliche Informationen zur Sonnenenergie. 
Der Leser erfährt gleich im ersten Satz, dass die Sonne in 30 Minuten so viel Energie auf die Erde sendet, wie die ganze Menschheit in einem Jahr benötigt und dass sie uns für die kommenden 5 Milliarden Jahren kostenlos zur Verfügung steht.

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