Jeder soll sich an die eigene Nase fassen

„Leben mit der Energiewende“: Regisseur Frank Farenski auf Pressekonferenz bei Tauber Solar / Bei Filmvorführung am 14. April persönlich vor Ort

TAUBERBISCHOFSHEIM. Die allseits diskutierte Energiewende steht im Mittelpunkt von Frank Farenskis Film „Leben mit der Energiewende“, der am 14. April bei der „Tauber Solar GmbH“ in Tauberbischofsheim gezeigt wird und bei der Regisseur Farenski persönlich für Fragen und Diskussionen anwesend sein wird.

„Überregional erzeugter Ökostrom kann nur ein Krückstock sein, bis sich Bürger selbst regional versorgen.“

Am Donnerstag gastierte der Autor, Regisseur, Produzent und TV Journalist im Vorfeld zu der Veranstaltung, um in einer Pressekonferenz bei der „Tauber Solar“ über Hintergründe seines Films zu berichten.
„Mit der Filmvorführung wollen wir aufzuzeigen, dass die Inhalte des Films mit unserem neuen Firmenkonzept deckungsgleich ist, von der reinen Dachmontage weg zu Möglichkeiten des Eigenverbrauchs zu gelangen“, berichtete Dr. Leonhard Haaf, einer der drei geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens.

Farenski, der zudem auch bei der Premiere seines Films in der Main- Tauber-Region Ende Januar in Bad Mergentheim erstmals hier zu Gast war, drehte den Film im letzten Herbst, um Aspekte und Tatsachen der sogenannten Energiewende aufzuzeigen, die bekanntlich nicht von allen positiv bewertet und zuweilen sehr kontrovers diskutiert wird.

Die zuweilen enttarnenden Recherchen und Zusammenhänge bundesweit möglichst einem breiten Publikum zu vermitteln und bekannt zu machen, sei ein ganz wesentliches Motiv, betonte der Regis-  seur. In der ersten Hälfte des rund 90-minütigen Films werden anhand von Interviews mit Beteiligten und Verantwortlichen aus Wirtschaft und Politik sowie unterschiedlichen kritischen Stellungnahmen politische Hintergründe und Argumentationen kritisch dargestellt oder aufgedeckt. Umweltminister Altmeier etwa nehme zwar das Wort Energiewende in den Mund, tue jedoch alles für ihr Misslingen, ist Farenski überzeugt. In der zweiten Filmhälfte will Farenski den Menschen detaillierte Lösungsmöglichkeiten für einen sinnvollen Umgang mit der Energiewende aufzeigen.

Sehr oft werde der Energiewende – insbesondere auch der Photovoltaik – vorgeworfen, einen zu geringen Anteil an der regenerativen Stromversorgung zu leisten sowie für steigende Strompreise verantwortlich zu sein. Farenski versucht dies, anschaulich und detailliert zu widerlegen. In der Politik gebe es sogar Anstrengungen, den Vorrang für Ökostrom aufzuheben. „Allerdings kann überregional erzeugter Ökostrom nur ein Krückstock sein, bis sich Bürger regional selber versorgt haben“, erklärte er.

Farenskis Film findet nicht nur Befürworter, sondern eckt zuweilen   auch an – und das nicht nur bei Kritikern und Skeptikern der Energiewende, sondern unter anderem ebenso bei manchen Zuschauern, die ihm vorwerfen, der Film sei zu werblich pro Solarindustrie gestaltet.

Im Gespräch räumte Farenski ein, dass er selbst überrascht über die große Resonanz sei, indem sich viele Zuschauer an die in seinem Film erwähnten Firmen mit Nachfragen zu Produkten wenden würden. Zugleich bekräftigte er, mit den konkreten Beispielen Interessenten nicht mehr als ein „Werkzeugkastensystem“ anbieten zu wollen.

Grundsätzliches Prinzip des gesamten Projektes, das unabhängig von Fernsehsendern, Verlagen oder Unternehmen produziert worden sei, stelle die Publizierung per „Open Source“, bei der das Material unter anderem im Internet kostenlos zur Verfügung stehe.

Farenski will nicht nur in seinem Film Widersprüchlichkeiten bei Äußerungen von verantwortlichen Akteuren der Energiewende aufdecken, sondern auch im Rahmen von Gesprächen und in Diskussionen über generelle Aspekte von Energie und Umweltschutz. So berichtete er unter anderem von einem führen-  den Bahn-Manager, der innerhalb eines Interviews in Berlin Farenski gegenüber vorrechnete, weshalb beispielsweise ein Flug von Berlin nach Frankfurt sowohl energetisch als auch zeitlich ineffizient sei. Im Anschluss an das Interview eilte der Manager eiligst zum Flughafen, um nach Frankfurt zu fliegen anstelle mit der Bahn zu reisen, weil er dadurch angeblich eine wertvolle Stunde Zeit gewinnen werde. „Damit habe ich das Interview wegen Unglaubwürdigkeit wieder gestrichen, was mir zwar jede Menge Ärger eingebracht hat, aber anders nicht zu verantworten gewesen wäre“, berichtete Farenski. Besucher dürfen also nicht nur auf Farenskis Film, sondern auch an die anschließende Diskussionsrunde gespannt sein.

Zu sehen ist der Film am Sonntag, 14. April um 16 Uhr bei der „Tauber- Solar GmbH“, Siemensstraße 5, in Tauberbischofsheim im Rahmen eines Tages der offenen Tür.

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