Sonnenfleck in Bürstadt:

"TAUBER-SOLAR schafft neue Sicherheiten"

BÜRSTADT. Das Solarkraftwerk auf dem Dach der Spedition Fiege im Bürstädter Gewerbegebiet ist weitgehend komplett unter Spannung. „Die Anlage läuft wieder“, berichtete Dr. Leonhard Haaf, geschäftsführender Gesellschafter von Betreiber Tauber-Solar, gestern beim Ortstermin. Zur Volllast fehlen noch wenige Prozent, weil noch kleine Prüfungen und Messungen ausstehen.

Teile der Anlage waren – wie berichtet – bereits im September wieder ans Netz gegangen. Nun sei alles wieder vollständig. Es müssten nur noch drei Treppentürme aufgebaut werden, mit denen die Feuerwehrleute im Ernstfall von drei verschiedenen Stellen direkt aufs Dach gelangen können. Das werde bis April erledigt, erläutert Timo Hauck, technischer Leiter bei Tauber-Solar.

 Überhaupt hat das Unternehmen eine Menge in Sachen Sicherheit investiert, seit Teile des Daches am 21. Juni 2009 in Flammen aufgegangen waren. Es seien zwar nur etwa 0,2 Prozent der gesamten Dachfläche betroffen gewesen, so Hauck. Die Unsicherheit der Einsatzkräfte im Umgang mit einer Solaranlage dieser Größe war indessen immens. Deshalb hat Tauber Solar kräftig nachgebessert.

Zwei Millionen neu investiert
Auf rund zwei Millionen Euro beziffern Haaf und Hauck die Kosten für die umfassenden Nachrüstmaßnahmen. Das beginnt beim Unterbau. Hier wurden die Holzlatten als Trägerelemente gegen Blechwannen ausgetauscht, um schon hier die Solarelemente von jedem brennbaren Material zu isolieren.

Und Tauber-Solar hat weitere Schutzmechanismen eingebaut. Die komplette Fläche wurde in zahlreiche kleinere Einzelabschnitte aufgeteilt, die alle einzeln überwacht werden können. Das funktioniert vor allem online über die Unternehmenszentrale in Tauberbischofsheim. Bei der geringsten Auffälligkeit wird „Untermieter“ Fiege am Standort Bürstadt informiert, so dass das Sicherheitspersonal sofort nachschauen kann. Auch lässt sich auf den ersten Blick an den Daten ablesen, an welcher Stelle auf dem riesigen Dach die Unregelmäßigkeiten vorkommen. Außerdem ist das Sicherheitspersonal geschult, im Zweifel sofort die Stromzufuhr vom Dach zu den Wechselrichtern in der Halle per Not-Abschaltung zu unterbrechen, so dass keine Gefahr mehr von den Panels ausgeht. „So kann ein Brand schon lokalisiert werden, noch bevor er überhaupt entsteht“, erläutert Hauck das umfassende neue Sicherheitskonzept. Aus dem Brand von 2009 haben alle Beteiligten ihre Erfahrungen auch in ein neues Feuerwehr-Einsatzkonzept einfließen lassen. Durch schnelle Informationen wissen die Einsatzkräfte schon in dem Moment, wenn sie vom Stützpunkt losfahren, an welcher Stelle sie einen Brand bekämpfen müssen. Durch die jederzeit mögliche Abschaltung werde die Gefahr eines Stromschlags bei den Löscharbeiten auch minimiert, berichtet Timo Hauck.

Auf dem Dach werden neben den drei Treppentürmen Container aufgebaut, in denen die Feuerwehrleute alles nötige Material für den Einsatz finden. So müssten die Brandschützer nicht erst das schwere Gerät aufs Dach wuchten, bevor sie mit dem Löschen loslegen können. Eine Steigleitung soll zudem für ausreichend Wasser im Fall des Falles sorgen. Damit die Feuerwehr vorbereitet ist, findet jährlich eine Übung am Solardach statt

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